Thailand
ZEIT online | 31.05.2012 | link

Verurteilt für zehn User-Kommentare

In Thailand hat eine Frau wegen majestätsbeleidigender User-Beiträge eine Strafe erhalten. Der Staat betreibt rigide Online-Zensur.

Es hätte schlimmer kommen können: Der thailändischen Webmasterin Chiranuch Premchaiporn drohten bis zu zwanzig Jahre Haft, weil sie Monarchie-kritische Kommentare von Usern ihres Nachrichtenportals Prachatai nicht rechtzeitig gelöscht hatte. Konkret ging es um zehn Einträge, die zwischen April und November 2008 im inzwischen geschlossenen Forum der Website erschienen sind. weiterlesen...

neue energie | 11/13 | link | pdf

Berlin und Bangkok im Klimadialog

Thailand will den Anteil der Erneuerbaren an seinem Energiemix bis 2021 auf 25 Prozent erhöhen. Deutschland soll dabei helfen, eine entsprechende Ökostrategie zu entwickeln.

Die deutsch-thailändische Koopera­tion zur Bekämpfung des Klimawan­dels bekommt pohtischen Rückenwind: Im ersten Strategiedialog auf Regierungsebene für grünes Wachstum und eine CO2-arme Wirtschaft haben Berlin und Bangkok eine enge Zusammenarbeit vereinbart, die auch international ausstrahlen soll. weiterlesen...

Die thailändische Bevölkerung wächst kaum noch, und in zehn Jahren wird sie voraussichtlich beginnen zu schrumpfen. Das Land hat eines der besten Sozialversicherungssysteme Asiens, es ist aber auf die Konsequenzen des demographischen Wandels nicht ausreichend vorbereitet.

Ein Vorschlag sorgt in Thailand für Aufregung: Singles sollten mehr Steuern zahlen als Verheiratete, fordert der Wissenschaftler Terdsak Chomtohsuwan. Zudem solle der Staat Eltern, die ihr erstes Kind bekommen, finanziell unterstützen. Das werde die Geburtenrate in die Höhe treiben. Zahlreiche thailändische Medien zitierten den Wirtschaftsdozenten von der Rangsit-Universität Anfang September mit den Worten: „Im Zuge der schnell wachsenden Wirtschaft wollen viele Paare lieber ihren Lebensunterhalt verbessern, als Kinder zu bekommen.“ weiterlesen...

neue energie | 7/13 | link | pdf

"Das ist ein Riesenmarkt"

Jörg Buck, Geschäftsführer der Deutsch-Thailändischen Handelskammer, ist überzeugt, dass sich der Einstieg in die boomende Erneuerbaren-Wirtschaft Südostasiens für europäische Unternehmen auszahlt.

neue energie: Sie vertreten die Interessen deutscher Firmen in Thailand, einem der wirtschaftlich bedeutendsten Länder Süd­ostasiens. Rennt Ihnen der deutsche Mittel­stand die Bude ein?
Jörg Buck: Erfreulicherweise interessiert sich der deutsche Mittelstand zunehmend für die Länder aus dem Verband Südostasia­tischer Nationen, kurz: ASEAN. [Dazu gehö­ren Thailand, Indonesien, Malaysia, die Phi­lippinen, Singapur, Brunei, Vietnam, Myan­mar, Laos und Kambodscha - Anm. d. Red.] Trotzdem wird die Bedeutung dieser Wirtschaftsregion als drittgrößte in Asien nach China und Indien in Deutschland meiner Meinung nach unterschätzt. Das müssen wir ändern, daran arbeiten wir. weiterlesen...

neue energie | 4/13 | link | pdf

Thailand entdeckt die Windkraft

Gutes Potenzial bei mäßiger Brise: Der erste große Park des Landes ist am Netz

Ein windiges Land ist Thailand nicht. Mäßig weht der Wind meist nur in den Bergen. Eine schwache Brise erfrischt die Küste, und auf den Ebenen der Reisfelder ist in der Regel nur ein leises Lüftchen zu spüren. Aber Thailand hat den Monsun, der monatelang konstanten Wind bringt. Und einen Trend nach oben: „Generell nimmt die Windgeschwindigkeit hier zu“, sagt Aaron Daniels, stellvertretender Leiter Geschäftsfeldentwicklung der thailändischen Firma Wind Energy Holding (WEH). Dem Klimawandel sei Dank. weiterlesen...

neue energie | 1/13 | link | pdf

Megawatt gegen Megawels

Am Mekong-Unterlauf sollen zwölf Wasserkraftwerke gebaut werden - mit fatalen Folgen für Fischerei und Landwirtschaft.

Wenn Millionen Menschen auf den Straßen Phnom Penhs feiern, dann ist Bon Om Tuk. Das Wasserfest mit Bootsrennen, Konzerten und Feuerwerk bei Vollmond im November ist das größte gesellschaftliche Ereignis des Jahres. Die Kambodschaner feiern dann ein weltweit einzigartiges Phänomen: Der Tonle-Sap-Fluss, der bei Phnom Penh in den Mekong mündet, ändert seine Fließrichtung. Während der Regenzeit führt der Mekong so viel Wasser, dass er den Tonle Sap landeinwärts drückt. Der gleichnamige See schwillt dadurch auf das Zehnfache an. Bei Bon Om Tuk befiehlt der König Kambodschas dem Wasser, wieder Richtung Meer abzufließen. weiterlesen...

Buddhismus aktuell | 1/13 | link

Eroberung einer männlichen Bastion

Kampf der Nonnen in Thailand um Gleichberechtigung

In Thailand engagieren sich die Nonnen unter Anführung der Ehrw. Dhammananda Bhikkhuni in einem gewaltlosen Kampf für Gleichberechtigung und soziale Anerkennung. Unaufhaltsam wächst die Bewegung gegen die patriarchalischen Kräfte im Land.

Zuerst machen sich die Mütter oder andere Angehörige an der Haarpracht zu schaffen. Eine lange schwarze Strähne nach der anderen fällt zu Boden. Den Rest schneiden sie so kurz, wie mit der Schere möglich. Zum Schluss kommen die Rasierer: „Mae Chi“ – Laienfrauen in weißen Gewändern – beugen sich über die Köpfe der künftigen Nonnen und arbeiten sich behutsam von der Stirn zum Nacken vor, von Ohr zu Ohr, bis die Köpfe kahl sind. Als Letztes sind die Augenbrauen dran. Die Mae Chi tupfen Blutstropfen ab, wischen Seifenwasser aus den nassen Gesichtern – und hier und da auch Tränen. weiterlesen...

Braunschweiger Zeitung | 07.07.2012 | link

Und alles wird Om

Fünf Tage fast nichts als Yoga - Eine meditative Selbsterfahrung auf Koh Phangan im Golf von Thailand

"Keine Privatgespräche, keine unnötigen Geräusche, bleibt auf eurer Matte." Die Regeln in der "Shala", dem Yogaraum, sind streng. Den Blick über den Dschungel schweifen lassen, dem Morgenlied der Vögel lauschen? Von wegen. Hier zählen einzig und allein die Übungen. weiterlesen...

Der Freitag | 06.06.2012 | link

Die Welt liegt ihr zu Füßen

Aung San Suu Kyi kann nach 24 Jahren endlich wieder reisen. Nächste Woche kommt sie nun nach Europa

Sie hat Burma 24 Jahre lang nicht verlassen. Nicht, als sie vor zwei Jahrzehnten den Friedensnobelpreis zugesprochen bekam. Und auch nicht, als ihr Ehemann in England an Krebs starb. Zu groß war die Angst, nicht mehr hereingelassen zu werden in ihr abgeschirmtes, von einer Militärdiktatur geknechtetes Land, das ihr den Wahlsieg verwehrt und sie 15 Jahre lang unter Hausarrest gestellt hat. Sie hat ausgeharrt, gewartet, gehofft.

Jetzt ist ihre Zeit gekommen. Mit 66 Jahren ist Aung San Suu Kyi wieder in der Welt unterwegs. Sie muss sie nicht erobern, denn sie liegt ihr bereits zu Füßen. Burmas Oppositionsführerin gilt als Ikone der Demokratie, Heldin des Widerstands, Hoffnungsträgerin der Unterdrückten. Millionen Menschen weltweit waren im Geiste an ihrer Seite in den langen Jahren der Isolation. weiterlesen...

Der Freitag | 26.04.2012 | link

Kein einziges Wort gegen den König

Die Regierung droht den Bürgern bei Majestätsbeleidigung mit bis zu 15 Jahren Haft. In keinem anderen Land ist man so unerbittlich.

Zwei Thailänderinnen haben es auf die diesjährige Liste der „150 Frauen, die die Welt bewegen“, geschafft: Yingluck Shinawatra und Chiranuch Premchaiporn. Yin­glucks Platz als Regierungschefin ist reine Formsache. Dagegen wird mit Chiranuch eine – wie es im US-Magazin News­week heißt – „furchtlose Frau“ geehrt, die ihre persönliche Freiheit für die Presse- und Meinungsfreiheit aller Thailänder opfert. Chiranuch erwartet als Herausgeberin der Internetzeitung Prachatai ein Urteil, das sie für 20 Jahre ins Gefängnis bringen kann. Am 30. April soll es von einer Strafkammer in Bangkok verkündet werden. weiterlesen...

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Katja Dombrowski 300

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