Politk & Gesellschaft
E+Z | 24.07.2018 | Link

Inszenierte Gerechtigkeit

Im ressourcenreichen Ostkongo überlagern sich lokale Machtansprüche mit globalen Interessen; Korruption, Staatsversagen und Rechtlosigkeit führen zu erschütternden Zuständen. Der Alltag der Menschen ist geprägt von Mord, Vergewaltigung und Vertreibung. Niemand sühnt diese Verbrechen, kein Gericht zieht die Verantwortlichen zur Rechenschaft. Also hat Milo Rau ein Tribunal geschaffen. Für die Bühne – aber mit Implikationen fürs echte Leben. Dieser Beitrag ist der fünfte unseres diesjährigen Sommer-Spezialprogramms mit Rezensionen künstlerischer Werke mit entwicklungspolitischer Relevanz. weiterlesen...

Mehr als eine Milliarde Menschen leiden unter vernachlässigten Tropenkrankheiten (neglected tropical diseases – NTDs). Die meisten von ihnen führen zu chronischen Folgen, unter denen die Betroffenen ihr Leben lang leiden. Im engeren Sinn werden chronische Krankheiten in der Regel als nicht-übertragbar verstanden. Unbehandelt führen NTDs jedoch ebenso zu chronischem Leid und Behinderung und tragen erheblich zur weltweiten Belastung durch chronische Zustände und ihre Folgen wie Stigmatisierung, Exklusion und Armut bei. Was das für die Betroffenen, ihre Familien und ganze Gemeinschaften bedeutet, beschreibt der Arzt Martin Kollmann, NTD-Fachberater der Christoffel-Blindenmission (CBM). weiterlesen...

… sagt der Ökonom und Klimaforscher Ottmar Edenhofer. So könne auch der Kohleausstieg gelingen. Damit ärmere Länder mitmachen, müsse aber mehr Geld fließen. weiterlesen...

ZEIT online | 31.05.2012 | link

Verurteilt für zehn User-Kommentare

In Thailand hat eine Frau wegen majestätsbeleidigender User-Beiträge eine Strafe erhalten. Der Staat betreibt rigide Online-Zensur.

Es hätte schlimmer kommen können: Der thailändischen Webmasterin Chiranuch Premchaiporn drohten bis zu zwanzig Jahre Haft, weil sie Monarchie-kritische Kommentare von Usern ihres Nachrichtenportals Prachatai nicht rechtzeitig gelöscht hatte. Konkret ging es um zehn Einträge, die zwischen April und November 2008 im inzwischen geschlossenen Forum der Website erschienen sind. weiterlesen...

Wo Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäreinrichtungen haben, verbreiten sich Krankheiten leicht. Ibrahim Awol, stellvertretender Leiter der Gesundheitsbehörde des äthiopischen Distrikts Meskan mit rund 200 000 Einwohnern, beschreibt im Interview die größten Herausforderungen für die Landbevölkerung und welche Fortschritte in den vergangenen Jahren erzielt wurden. weiterlesen...

In der Autonomen Region Kurdistan im Irak leben rund 2 Millionen Flüchtlinge unterschiedlicher Herkunft und Religion. Die Jiyan-Stiftung für Menschenrechte unterstützt seit 2005 Überlebende von Folter, Verfolgung und Gewalt durch medizinische, psychotherapeutische und soziale Hilfe in der Region. Katja Dombrowski sprach mit Salah Ahmad, dem Gründer und Vorsitzenden der Jiyan-Stiftung. weiterlesen...

Auch 15 Jahre nachdem die UN-Resolution 1325 alle Parteien in bewaffneten Konflikten aufgefordert hatte, Frauen und Mädchen vor sexualisierter Gewalt zu schützen, sind sexuelle Übergriffe in vielen arabischen Staaten nach wie vor weit verbreitet. Positiv ist jedoch, dass sich heute immer mehr junge arabische Männer für Frauenrechte einsetzen. weiterlesen...

E & Z | 19.11.2015 | link

Nächste Flüchtlingswelle droht

Im Mai sorgte eine Flüchtlingskrise in Südostasien international für Schlagzeilen. Seitdem gab es mehrere hochrangige Treffen, und die Regierungen der Region versprachen, sich des Problems anzunehmen. Seither haben sich aber weder die Situation der Rohingya in Myanmar noch die Antworten darauf verbessert, wie ein kürzlich erschienener Bericht darlegt. Er prophezeit: „Die nächste Flüchtlingswelle kommt.“ weiterlesen...

Die thailändische Bevölkerung wächst kaum noch, und in zehn Jahren wird sie voraussichtlich beginnen zu schrumpfen. Das Land hat eines der besten Sozialversicherungssysteme Asiens, es ist aber auf die Konsequenzen des demographischen Wandels nicht ausreichend vorbereitet.

Ein Vorschlag sorgt in Thailand für Aufregung: Singles sollten mehr Steuern zahlen als Verheiratete, fordert der Wissenschaftler Terdsak Chomtohsuwan. Zudem solle der Staat Eltern, die ihr erstes Kind bekommen, finanziell unterstützen. Das werde die Geburtenrate in die Höhe treiben. Zahlreiche thailändische Medien zitierten den Wirtschaftsdozenten von der Rangsit-Universität Anfang September mit den Worten: „Im Zuge der schnell wachsenden Wirtschaft wollen viele Paare lieber ihren Lebensunterhalt verbessern, als Kinder zu bekommen.“ weiterlesen...

Junge Kambodschaner haben die Terrorherrschaft der Roten Khmer selbst nicht mehr erlebt. Doch die Traumata der Vergangenheit sitzen noch tief in der Gesellschaft und prägen auch die Heranwachsenden.

Sun Py war neun Jahre alt, als er 1976 während der Herrschaft der Roten Khmer von seinen Eltern und drei Geschwistern getrennt wurde. Er überlebte das Terrorregime, doch die Trennung von seiner Familie und die Ungewissheit über ihr Schicksal belasteten ihn schwer. 34 Jahre später fand er die Ver­lorenen mit Hilfe einer Fernsehsendung wieder. Vor laufender Kamera schloss er seine Mutter erstmals wieder in die Arme und brach in Tränen aus. weiterlesen...

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Katja Dombrowski 300

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