Politk & Gesellschaft
ZEIT online | 31.05.2012 | link

Verurteilt für zehn User-Kommentare

In Thailand hat eine Frau wegen majestätsbeleidigender User-Beiträge eine Strafe erhalten. Der Staat betreibt rigide Online-Zensur.

Es hätte schlimmer kommen können: Der thailändischen Webmasterin Chiranuch Premchaiporn drohten bis zu zwanzig Jahre Haft, weil sie Monarchie-kritische Kommentare von Usern ihres Nachrichtenportals Prachatai nicht rechtzeitig gelöscht hatte. Konkret ging es um zehn Einträge, die zwischen April und November 2008 im inzwischen geschlossenen Forum der Website erschienen sind. weiterlesen...

Wo Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäreinrichtungen haben, verbreiten sich Krankheiten leicht. Ibrahim Awol, stellvertretender Leiter der Gesundheitsbehörde des äthiopischen Distrikts Meskan mit rund 200 000 Einwohnern, beschreibt im Interview die größten Herausforderungen für die Landbevölkerung und welche Fortschritte in den vergangenen Jahren erzielt wurden. weiterlesen...

In der Autonomen Region Kurdistan im Irak leben rund 2 Millionen Flüchtlinge unterschiedlicher Herkunft und Religion. Die Jiyan-Stiftung für Menschenrechte unterstützt seit 2005 Überlebende von Folter, Verfolgung und Gewalt durch medizinische, psychotherapeutische und soziale Hilfe in der Region. Katja Dombrowski sprach mit Salah Ahmad, dem Gründer und Vorsitzenden der Jiyan-Stiftung. weiterlesen...

Auch 15 Jahre nachdem die UN-Resolution 1325 alle Parteien in bewaffneten Konflikten aufgefordert hatte, Frauen und Mädchen vor sexualisierter Gewalt zu schützen, sind sexuelle Übergriffe in vielen arabischen Staaten nach wie vor weit verbreitet. Positiv ist jedoch, dass sich heute immer mehr junge arabische Männer für Frauenrechte einsetzen. weiterlesen...

E & Z | 19.11.2015 | link

Nächste Flüchtlingswelle droht

Im Mai sorgte eine Flüchtlingskrise in Südostasien international für Schlagzeilen. Seitdem gab es mehrere hochrangige Treffen, und die Regierungen der Region versprachen, sich des Problems anzunehmen. Seither haben sich aber weder die Situation der Rohingya in Myanmar noch die Antworten darauf verbessert, wie ein kürzlich erschienener Bericht darlegt. Er prophezeit: „Die nächste Flüchtlingswelle kommt.“ weiterlesen...

Die thailändische Bevölkerung wächst kaum noch, und in zehn Jahren wird sie voraussichtlich beginnen zu schrumpfen. Das Land hat eines der besten Sozialversicherungssysteme Asiens, es ist aber auf die Konsequenzen des demographischen Wandels nicht ausreichend vorbereitet.

Ein Vorschlag sorgt in Thailand für Aufregung: Singles sollten mehr Steuern zahlen als Verheiratete, fordert der Wissenschaftler Terdsak Chomtohsuwan. Zudem solle der Staat Eltern, die ihr erstes Kind bekommen, finanziell unterstützen. Das werde die Geburtenrate in die Höhe treiben. Zahlreiche thailändische Medien zitierten den Wirtschaftsdozenten von der Rangsit-Universität Anfang September mit den Worten: „Im Zuge der schnell wachsenden Wirtschaft wollen viele Paare lieber ihren Lebensunterhalt verbessern, als Kinder zu bekommen.“ weiterlesen...

Junge Kambodschaner haben die Terrorherrschaft der Roten Khmer selbst nicht mehr erlebt. Doch die Traumata der Vergangenheit sitzen noch tief in der Gesellschaft und prägen auch die Heranwachsenden.

Sun Py war neun Jahre alt, als er 1976 während der Herrschaft der Roten Khmer von seinen Eltern und drei Geschwistern getrennt wurde. Er überlebte das Terrorregime, doch die Trennung von seiner Familie und die Ungewissheit über ihr Schicksal belasteten ihn schwer. 34 Jahre später fand er die Ver­lorenen mit Hilfe einer Fernsehsendung wieder. Vor laufender Kamera schloss er seine Mutter erstmals wieder in die Arme und brach in Tränen aus. weiterlesen...

Buddhismus aktuell | 1/13 | link

Eroberung einer männlichen Bastion

Kampf der Nonnen in Thailand um Gleichberechtigung

In Thailand engagieren sich die Nonnen unter Anführung der Ehrw. Dhammananda Bhikkhuni in einem gewaltlosen Kampf für Gleichberechtigung und soziale Anerkennung. Unaufhaltsam wächst die Bewegung gegen die patriarchalischen Kräfte im Land.

Zuerst machen sich die Mütter oder andere Angehörige an der Haarpracht zu schaffen. Eine lange schwarze Strähne nach der anderen fällt zu Boden. Den Rest schneiden sie so kurz, wie mit der Schere möglich. Zum Schluss kommen die Rasierer: „Mae Chi“ – Laienfrauen in weißen Gewändern – beugen sich über die Köpfe der künftigen Nonnen und arbeiten sich behutsam von der Stirn zum Nacken vor, von Ohr zu Ohr, bis die Köpfe kahl sind. Als Letztes sind die Augenbrauen dran. Die Mae Chi tupfen Blutstropfen ab, wischen Seifenwasser aus den nassen Gesichtern – und hier und da auch Tränen. weiterlesen...

Der Freitag | 06.06.2012 | link

Die Welt liegt ihr zu Füßen

Aung San Suu Kyi kann nach 24 Jahren endlich wieder reisen. Nächste Woche kommt sie nun nach Europa

Sie hat Burma 24 Jahre lang nicht verlassen. Nicht, als sie vor zwei Jahrzehnten den Friedensnobelpreis zugesprochen bekam. Und auch nicht, als ihr Ehemann in England an Krebs starb. Zu groß war die Angst, nicht mehr hereingelassen zu werden in ihr abgeschirmtes, von einer Militärdiktatur geknechtetes Land, das ihr den Wahlsieg verwehrt und sie 15 Jahre lang unter Hausarrest gestellt hat. Sie hat ausgeharrt, gewartet, gehofft.

Jetzt ist ihre Zeit gekommen. Mit 66 Jahren ist Aung San Suu Kyi wieder in der Welt unterwegs. Sie muss sie nicht erobern, denn sie liegt ihr bereits zu Füßen. Burmas Oppositionsführerin gilt als Ikone der Demokratie, Heldin des Widerstands, Hoffnungsträgerin der Unterdrückten. Millionen Menschen weltweit waren im Geiste an ihrer Seite in den langen Jahren der Isolation. weiterlesen...

Der Freitag | 26.04.2012 | link

Kein einziges Wort gegen den König

Die Regierung droht den Bürgern bei Majestätsbeleidigung mit bis zu 15 Jahren Haft. In keinem anderen Land ist man so unerbittlich.

Zwei Thailänderinnen haben es auf die diesjährige Liste der „150 Frauen, die die Welt bewegen“, geschafft: Yingluck Shinawatra und Chiranuch Premchaiporn. Yin­glucks Platz als Regierungschefin ist reine Formsache. Dagegen wird mit Chiranuch eine – wie es im US-Magazin News­week heißt – „furchtlose Frau“ geehrt, die ihre persönliche Freiheit für die Presse- und Meinungsfreiheit aller Thailänder opfert. Chiranuch erwartet als Herausgeberin der Internetzeitung Prachatai ein Urteil, das sie für 20 Jahre ins Gefängnis bringen kann. Am 30. April soll es von einer Strafkammer in Bangkok verkündet werden. weiterlesen...

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Katja Dombrowski 300

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