Menschenrechte

In der Autonomen Region Kurdistan im Irak leben rund 2 Millionen Flüchtlinge unterschiedlicher Herkunft und Religion. Die Jiyan-Stiftung für Menschenrechte unterstützt seit 2005 Überlebende von Folter, Verfolgung und Gewalt durch medizinische, psychotherapeutische und soziale Hilfe in der Region. Katja Dombrowski sprach mit Salah Ahmad, dem Gründer und Vorsitzenden der Jiyan-Stiftung. weiterlesen...

Auch 15 Jahre nachdem die UN-Resolution 1325 alle Parteien in bewaffneten Konflikten aufgefordert hatte, Frauen und Mädchen vor sexualisierter Gewalt zu schützen, sind sexuelle Übergriffe in vielen arabischen Staaten nach wie vor weit verbreitet. Positiv ist jedoch, dass sich heute immer mehr junge arabische Männer für Frauenrechte einsetzen. weiterlesen...

Buddhismus aktuell | 1/13 | link

Eroberung einer männlichen Bastion

Kampf der Nonnen in Thailand um Gleichberechtigung

In Thailand engagieren sich die Nonnen unter Anführung der Ehrw. Dhammananda Bhikkhuni in einem gewaltlosen Kampf für Gleichberechtigung und soziale Anerkennung. Unaufhaltsam wächst die Bewegung gegen die patriarchalischen Kräfte im Land.

Zuerst machen sich die Mütter oder andere Angehörige an der Haarpracht zu schaffen. Eine lange schwarze Strähne nach der anderen fällt zu Boden. Den Rest schneiden sie so kurz, wie mit der Schere möglich. Zum Schluss kommen die Rasierer: „Mae Chi“ – Laienfrauen in weißen Gewändern – beugen sich über die Köpfe der künftigen Nonnen und arbeiten sich behutsam von der Stirn zum Nacken vor, von Ohr zu Ohr, bis die Köpfe kahl sind. Als Letztes sind die Augenbrauen dran. Die Mae Chi tupfen Blutstropfen ab, wischen Seifenwasser aus den nassen Gesichtern – und hier und da auch Tränen. weiterlesen...

ZEIT online | 31.05.2012 | link

Verurteilt für zehn User-Kommentare

In Thailand hat eine Frau wegen majestätsbeleidigender User-Beiträge eine Strafe erhalten. Der Staat betreibt rigide Online-Zensur.

Es hätte schlimmer kommen können: Der thailändischen Webmasterin Chiranuch Premchaiporn drohten bis zu zwanzig Jahre Haft, weil sie Monarchie-kritische Kommentare von Usern ihres Nachrichtenportals Prachatainicht rechtzeitig gelöscht hatte. Konkret ging es um zehn Einträge, die zwischen April und November 2008 im inzwischen geschlossenen Forum der Website erschienen sind. weiterlesen...

Der Freitag | 26.04.2012 | link

Kein einziges Wort gegen den König

Die Regierung droht den Bürgern bei Majestätsbeleidigung mit bis zu 15 Jahren Haft. In keinem anderen Land ist man so unerbittlich.

Zwei Thailänderinnen haben es auf die diesjährige Liste der „150 Frauen, die die Welt bewegen“, geschafft: Yingluck Shinawatra und Chiranuch Premchaiporn. Yin­glucks Platz als Regierungschefin ist reine Formsache. Dagegen wird mit Chiranuch eine – wie es im US-Magazin News­week heißt – „furchtlose Frau“ geehrt, die ihre persönliche Freiheit für die Presse- und Meinungsfreiheit aller Thailänder opfert. Chiranuch erwartet als Herausgeberin der Internetzeitung Prachatai ein Urteil, das sie für 20 Jahre ins Gefängnis bringen kann. Am 30. April soll es von einer Strafkammer in Bangkok verkündet werden. weiterlesen...

EMMA | Frühling 2012 | link

Leang Kang schweigt nicht mehr

Sie ist eine von Tausenden, die von Pol Pots Roten Khmer gefoltert und vergewaltigt wurden. Dennoch werden die Täter wohl nie zur Rechenschaft gezogen werden.

Vergewaltigungen fanden unter den Roten Khmer nicht statt. So lautete 30 Jahre lang das Mantra. Sexuelle Gewalt galt, wie jeder außereheliche Kontakt, unter Pol Pots Terrorregime als moralisches Vergehen und wurde bestraft. Das war die gängige Meinung in Kambodscha. Aber Vergewaltigungen fanden doch statt - nicht nur als Einzeltaten, sondern hunderttausendfach, als Strategie im Bürgerkrieg. Und es gab schon immer Menschen, die davon wussten: Täter, Überlebende, Zeugen. Sie schwiegen aus Angst oder Scham; die Folgen waren Missachtung der Opfer und Straflosigkeit der Verantwortlichen. weiterlesen...

ZEIT online | 11.10.2011 | link

Birmas Regierung bewegt sich - langsam

Erstmals werden Birmas Reform-Ankündigungen konkret: Tausende Häftlinge sollen frei kommen. Das Land strebt offenbar die Annäherung an den Westen an.

Die Regierung in Birma (offiziell: Myanmar) scheint ernst zu machen mit ihren Versprechungen: Ab Mittwoch sollen mehrere tausend Gefangene freigelassen werden, darunter voraussichtlich auch politische Häftlinge. weiterlesen...

Neue Zürcher Zeitung | 22.07.2006 | link | pdf

Stadtentwicklung auf dem Rücken der Armen in Phnom Penh

Mittellose Bewohner werden skrupellos aus boomenden Gebieten vertrieben

Phnom Penh entwickelt sich rasant. Überall an den Rändern der Stadt sind Neubaugebiete ausgewiesen, und die besten Grundstücke im Zentrum verkauft die Stadtverwaltung an Privatinvestoren. Um das Land dazu freizubekommen, werden die Bewohner skrupellos vertrieben. weiterlesen...

Journalist | 6/2006 | link | pdf

Schwach und schweigsam

Zwar ist die freie Meinungsäußerung in Kambodscha als Verfassungsrecht verankert. Doch wer davon Gebrauch macht, muss mit Repressalien rechnen. Denn die Regierung des Landes regiert auf Kritik an ihre Politik äußerst empfindlich. Die meisten Journalisten bleiben daher stumm.

Mam Sonando zeigt sich kurz nach seiner Entlassung aus 98-tägiger Untersuchungshaft kämpferisch. „Ich werde meine Arbeit fortsetzen. Ich werde weiterhin wahre Informationen an die Menschen übermitteln – auch wenn ich dafür wieder ins Gefängnis muss.“ Die Erfahrung habe ihn darin bestärkt, sich weiter für Meinungsfreiheit und Menschenrechte in Kambodscha einzusetzen, erklärt der 64-jährige Radiomacher. weiterlesen...

Neue Zürcher Zeitung | 29.10.2005 | link | pdf

Kambodschas Medien unter Druck

Hun Sen schränkt Meinungsfreiheit zunehmend ein

Der kambodschanische Regierungschef Hun Sen geht in jüngster Zeit harsch gegen Kritiker vor und schränkt die Meinungsfreiheit zunehmend ein. Er scheint damit auf wachsende Kritik an seinem autoritären Regierungsstil und an einem äusserst umstrittenen Grenzvertrag zwischen Kambodscha und Vietnam zu reagieren.

Die kambodschanische Regierung geht in jüngster Zeit harsch gegen Kritiker vor und schränkt die Meinungsfreiheit zunehmend ein. Im Oktober sind ein Radiojournalist und ein Gewerkschaftsführer verhaftet worden; fünf weitere Personen, gegen die Haftbefehle erlassen wurden, sind ins Ausland geflüchtet. Führende Köpfe lokaler Nichtregierungsorganisationen, Menschenrechtsgruppen und Gewerkschaften, aber auch Oppositionspolitiker und Mitglieder der Königsfamilie halten sich nach verbalen Angriffen und Drohungen von Ministerpräsident  Hun Sen ebenfalls ausserhalb Kambodschas auf. Der frühere König Norodom Sihanouk kündigte an, in Peking im Exil zu bleiben, wo er sich seit August zu ärztlichen Behandlungen befindet. weiterlesen...

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