Frankfurter Allgemeine Zeitung

Kambodscha befindet sich mitten in der Aufarbeitung seiner düstersten Epoche, der Terror-Herrschaft der Roten Khmer. Das Volk will nach vorne sehen können und aus Phnom Penh wieder die „Perle Südostasiens“ machen.

Phnom Penh zählt zu den finsteren Hauptstädten der Welt. Das ist wörtlich zu nehmen und wird unmittelbar sinnfällig, wenn man mit dem Flugzeug aus den Lichterteppichen der nahen Metropolen Bangkok, Kuala Lumpur oder Saigon aufgestiegen ist und in die Nacht von Phnom Penh einfliegt. Die Nacht dort ist schwarz wie Pech. Erst unmittelbar bevor das Flugzeug aufsetzt, tauchen aus dem Dunkel die Laternen am Russen-Boulevard auf, der breiten Chaussee, die vom Flughafen ins Stadtzentrum führt, und dann sieht man die Lichter des Pochentong Airports. Viel mehr Licht hat Phnom Penh nicht zu bieten. Und dennoch gibt es dunklere Städte. Monrovia zum Beispiel, die Hauptstadt Liberias in Westafrika, hatte bis vor kurzem überhaupt keinen Strom, und in Port-au-Prince auf Haiti werden die privilegierten Bewohner allenfalls für fünf, sechs Stunden täglich mit Elektrizität versorgt. weiterlesen...

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