Katja Dombrowski
Erntehelfer bei der Reisernte im südlich von Phnom Penh gelegenen Kampot.
tageszeitung | 28.08.2006 | link | pdf

Kambodschas Bauern entdecken den Bioreis

Im Land der Reisbauern werden Pestizide und chemische Dünger aus Kostengründen nicht eingesetzt. Deutsche Entwicklungsprojekte helfen, den Reis als Bioprodukt zu etablieren. Damit steigen die Erlöse der Bauern.

Kambodscha ist ein Land von Reisbauern. Die meisten sind arm, chemische Dünger und Pestizide können sie sich nicht leisten. Vor allem in Zentralkambodscha ist daher fast der gesamte Reisanbau "bio". Deutsche Entwicklungshelfer sahen darin eine Chance: Neben begleitender Beratung für die Einhaltung des Biostandards fehlte nur noch das Zertifikat, um einen neuen Markt zu erschließen. weiterlesen...

Stadtentwicklung auf dem Rücken der Armen in Phnom Penh#Mittellose Bewohner werden skrupellos aus boomenden Gebieten vertrieben
Neue Zürcher Zeitung | 22.07.2006 | link | pdf

Stadtentwicklung auf dem Rücken der Armen in Phnom Penh

Mittellose Bewohner werden skrupellos aus boomenden Gebieten vertrieben

Phnom Penh entwickelt sich rasant. Überall an den Rändern der Stadt sind Neubaugebiete ausgewiesen, und die besten Grundstücke im Zentrum verkauft die Stadtverwaltung an Privatinvestoren. Um das Land dazu freizubekommen, werden die Bewohner skrupellos vertrieben. weiterlesen...

Neue Zürcher Zeitung | 22.07.2006 | link | pdf

Früherer Militärchef der Roten Khmer gestorben

Wichtige Figur für das Tribunal

Der ehemalige Militärchef der Roten Khmer Ta Mok ist am Freitag in Phnom Penh gestorben. Damit reduziert sich die Anzahl der noch lebenden Mitglieder des ehemals engsten Kreises um Pol Pot auf vier Personen. Ta Mok, der auch als «der Schlächter» bekannt war, galt als wahrscheinlicher Angeklagter im Tribunal zur Ahndung der Verbrechen der Roten Khmer, das Anfang des Monats offiziell begonnen hat, sowie als einer der wichtigsten Zeugen. weiterlesen...

NZZ online | 21.07.2006 | link | pdf

Richter für das Rote-Khmer-Tribunal vereidigt

Zeremonie auf dem Gelände des Königspalastes in Phnom Penh

In Phnom Penh sind am Montag die Richter und die Ankläger für das Tribunal zur Aufarbeitung der Verbrechen der Roten Khmer vereidigt worden. Fast 30 Jahre nach dem Ende der Schreckensherrschaft Pol Pots wurde damit der Startschuss für das lange erwartete Verfahren gegeben. Die ersten Verhandlungen werden aber nicht vor 2007 erwartet.

Am Montag sind in Phnom Penh die Richter und Ankläger für das Rote-Khmer-Tribunal vereidigt worden. Die Zeremonie auf dem Gelände des Königspalastes wurde von Kong Sam Ol, Minister des Königspalastes, sowie dem Untergeneralsekretär für Rechtsangelegenheiten und Rechtsberater der Vereinten Nationen, dem Schweizer Nicolas Michel, geleitet. Vorerst wurden 17 kambodschanische sowie 10 von den Vereinten Nationen gestellte ausländische Juristen vereidigt. 2 weitere ausländische Richter werden nach Angaben des  Pressesprechers des Tribunals, Reach Sambath, im Laufe des Jahres in Kambodscha erwartet, da sie ihre Arbeit erst zu einem späteren Zeitpunkt aufnehmen werden. weiterlesen...

Mam Sonando nach seiner Freilassung
Journalist | 6/2006 | link | pdf

Schwach und schweigsam

Zwar ist die freie Meinungsäußerung in Kambodscha als Verfassungsrecht verankert. Doch wer davon Gebrauch macht, muss mit Repressalien rechnen. Denn die Regierung des Landes regiert auf Kritik an ihre Politik äußerst empfindlich. Die meisten Journalisten bleiben daher stumm.

Mam Sonando zeigt sich kurz nach seiner Entlassung aus 98-tägiger Untersuchungshaft kämpferisch. „Ich werde meine Arbeit fortsetzen. Ich werde weiterhin wahre Informationen an die Menschen übermitteln – auch wenn ich dafür wieder ins Gefängnis muss.“ Die Erfahrung habe ihn darin bestärkt, sich weiter für Meinungsfreiheit und Menschenrechte in Kambodscha einzusetzen, erklärt der 64-jährige Radiomacher. weiterlesen...

Im tiefsten Dschungel
tageszeitung | 25.03.2006 | link | pdf

Im tiefsten Dschungel

Die wenigen Hotels im unzugänglichen Nordosten Kambodschas gehören nicht den Dorfbewohnern. Doch wer ihre Gräber sehen, ihre Kinder fotografieren will, darf gerne einen Dollar beisteuern.

Ratanakiri ist dunkelgrün, mit rotem Staub bepudert. Wie ein Tannenwald, den feiner Neuschnee überzieht. Nur dass der Wald in Ratanakiri tropisch ist und der Staub rostrot und statt aus dem Himmel von der Erde stammt. Laterit. Die Provinz im nordöstlichsten Zipfel Kambodschas ist die Heimat der ethnischen Minderheiten. Neun kleine Bergvölker mit eigener Kultur und Sprache besiedeln die höchst unwegsame Provinz bis tief in den Urwald, außerdem viele Laoten und Vietnamesen. weiterlesen...