Katja Dombrowski
Nicolas Sarkozy (2008)
Tagesspiegel/PNN | 26.02.2010 | link

Sarkozy gibt Fehler zu

Ruanda und Frankreich nehmen nach langer Krise wieder Beziehungen auf.

Ernst, mit senkrechten Falten zwischen den Augenbrauen, treten Paul Kagame und Nicolas Sarkozy in Kigali vor die Presse. Es ist ein delikater Termin, belastet mit historischer Bürde und hohen Erwartungen. Doch dann haben die beiden Staatschefs nur Gutes zu verkünden. „Ruanda und Frankreich hatten eine schwierige Vergangenheit, aber wir sind heute hier, um eine neue Partnerschaft zu begründen“, sagt Kagame. In Ruanda habe die Versöhnung bereits stattgefunden, ergänzt Sarkozy mit Blick auf den Völkermord von 1994, bei dem rund eine Million Menschen ums Leben kamen. Nun werde sie auch zwischen Frankreich und Ruanda vollzogen. weiterlesen...

Reisanbau in Ruanda.
Tagesspiegel/PNN | 09.01.2010 | link

Niebel in Neuland

Der Entwicklungsminister besucht Afrika – und findet in Ruanda einen Präsidenten, der seine Ideen mag.

Dirk Niebel betritt Neuland. Schon wieder. Zum Entwicklungsminister wurde er überraschend – seitdem arbeitet er sich ein. Und nun Afrika, die erste Begegnung hautnah, mit der Realität deutscher Entwicklungszusammenarbeit vor Ort. Am Freitagmorgen landete der ehemalige FDP-Generalsekretär in Ruandas Hauptstadt Kigali. Einen Schock kann der erste Eindruck dieses Afrikas kaum auslösen: das Wetter wie an einem warmen deutschen Frühlingstag, die Straßen sauber, der Verkehr gesittet. weiterlesen...

n-tv | 06.01.2010 | link

Niebel reist ins "Singapur Afrikas"

Mit mehr als 40 Delegierten

Ruanda gilt heute als ein vorzeigbares Land. Der Kongo wird dagegen von immer noch Gewalt beherrscht. Beide Länder besucht Dirk Niebel bei seiner ersten Auslandsreise.

Saftiggrüne Hügel, so weit das Auge reicht, erfolgreiche Korruptionsbekämpfung und ein Präsident mit Ambitionen jenseits der eigenen Bereicherung: Ruanda ist ein kleines, aber vorzeigbares Land. Und dieses künftige "Singapur Afrikas", so die Vision der Regierung in Kigali, hat sich Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) für den Auftakt seiner ersten Auslandsreise seit Amtsantritt ausgesucht. Weitere Stationen sind Kongo und Mosambik. weiterlesen...

afp/Südkurier | 20.11.2007

Die Schergen kommen vor Gericht

In Kambodscha wurde der ehemalige Staatschef des Roten-Khmer-Regimes verhaftet

In Kambodscha ist der ehemalige Staatschef der Roten Khmer, Khieu Samphan, in einem Krankenhaus festgenommen und zum Völkermordtribunal bei Phnom Penh gebracht worden. Er wurde wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Heute erscheint dort zum ersten Mal ein Verantwortlicher des Regimes, das von 1975-1979 dauerte, vor Gericht. weiterlesen...

Fußnballfans im Stadion in Phnom Penh
11 Freunde | Februar 2007 | link

Eine kambodschanische Lösung

In den letzten Monaten drohte der ohnehin nicht gerade erfolgreiche Fußball des südostasiatischen Königreiches Kambodscha komplett im Chaos zu versinken. Die Nationalelf wurde von einem halbseidenen Politiker abgesetzt, dem Verband drohte der Ausschluss aus der FIFA. Jetzt ist angeblich wieder alles im Lot. Angeblich.

Im kambodschanischen Fußball liegt die Wahrheit nicht auf, sondern neben dem Platz. Und diese Wahrheit ist sehr, sehr bitter: Die Nationalmannschaft wurde davongejagt, die nationale Meisterschaft mitten in der Saison abgebrochen, die Cambodian Football Federation (CFF) vom Asiatischen Fußballverband rausgeschmissen, und das größte Unheil, nämlich der Ausschluss aus der Fifa, nur haarscharf abgewendet. Immerhin: Nach einem tumultreichen Jahr wird nun auch wieder Fußball gespielt. Womit allerdings noch längst nicht alles in Ordnung ist. weiterlesen...

Das Rote-Khmer-Tribunal
Der Standard | 20.12.2006 | link

Österreichische UN-Richterin: "Prozessieren wir 20 Jahre, sind alle tot"

Claudia Fenz im STANDARD-Interview: Streit um die Prozessordnung hält das Tribunal gegen die Roten Khmer auf

STANDARD: Das Tribunal zur Aufarbeitung der Verbrechen der Roten Khmer scheint nicht recht anzulaufen. Wie uneinig sind kambodschanische und internationale Justizexperten?

Fenz: Das kambodschanische Recht, das primär zur Anwendung kommt, entspricht nicht in allen Teilen internationalen Standards und weist Lücken auf. Daher brauchen wir interne Regeln für den Prozess, eine „Strafprozessordnung“, die das gesamte Verfahren regelt. Die Klärung muss schnell erfolgen, sonst kommen wir in große Probleme, da das Mandat des Gerichtes auf drei Jahre beschränkt ist. weiterlesen...